Hilfe, Algen im Schwimmteich!

Wenn der Schwimmteich frei von Algen bleiben soll, benötigt er entsprechende Pflege. Foto: Joachim Scheible

Nach dem getrübten Blick in den Teich oder auf die lästigen Algen an Wänden und im Wasser hat sich fast jeder Teichbesitzer schon einmal hilflos gefühlt. Trotzdem brauchen Sie nicht zu verzagen: Es gibt sehr wohl Hilfe, um die Wasserqualität zu steigern und somit diesem Problem zu Leibe zu rücken.

Kein Teich ohne Algen: ob im Frühjahr bei wachsender Algen­blüte, im Sommer bei heißen Temperaturen, im Herbst durch ins Wasser fallendes Laub oder auch im Winter, weil manche Algen selbst bei unseren milden Wintertemperaturen gedeihen. Algen sind das Problem Nummer eins im naturnahen Badegewässer, zumal sie nicht nur sein Erscheinungsbild stören. Verschiedene Algenarten, vor ­allem Schmier- und Fadenalgen, greifen durch ihren Bewuchs die Oberflächen von Kunststoffen an. Und sie tragen zur frühzeitigen Korrosion von Teichfolie, Pumpen, Schläuchen und anderen Einbauteilen bei und verringern somit deren Lebensdauer.

Wie Algen im Schwimmteich entstehen

Wasser im Garten, einerlei ob als Biotop, Garten- oder Schwimmteich, ist für den Besitzer kurz nach dem Neubau eine große Freude. Die anfängliche Trübung, bedingt durch Schmutzschwebeteilchen, die sich nach und nach am Grund absetzen, verfliegt schnell und man ist stolz auf das neue, klare Gewässer. Aber schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass sich das Wasser im biologischen Sinne noch im Aufbau befindet. Mikroorganismen und Kleinstlebewesen siedeln sich erst nach und nach an und vermehren sich verhältnismäßig langsam. Dennoch setzt zu diesem Zeitpunkt bereits die erste Algenblüte ein. Schwebealgen bilden sich, das Wasser wird trüb und kann sich noch nicht selbstständig regenerieren.

Algen sind sehr einfach strukturiert und benötigen zum Leben nicht mehr als Wasser, Licht und Nährstoffe. All das ist in Teichen meist reichhaltig vorhanden. Somit finden Algen die für sie bestmöglichen Bedingungen vor. Ein explosionsartiges Wachstum ist die Folge. Dabei stellen Algen nicht nur ein Problem von neu gebauten Teichen dar. Selbst bei lang bestehenden komplexen Wassersystemen treten häufig Situationen ein, die Algenwachstum begünstigen.

Einflussfaktoren während der Bauplanung

Wenn im Sommer über längere Zeit extrem heiße Temperaturen herrschen oder im Herbst viel Laub in das Wasser fällt, sind Algen die Nutznießer von einsetzendem Sauerstoffmangel und Nährstoffüberschuss. Und hat der Teich dann endlich mal glasklares Wasser und man freut sich, dass der Grund zu sehen ist, sind diese Lichtverhältnisse im Wasser die besten Bedingungen für vermehrtes Wachstum von Fadenalgen. In Schwimmteichen sorgen sie zudem für gefährliche, rutschige Beläge.

Grundsätzlich lässt sich vieles über den richtigen Standort und einen fachmännischen Aufbau regeln. Halbschattig sollte der Teich liegen, jedoch ist eine optimale Platzwahl aufgrund örtlicher Gegebenheiten häufig nicht umsetzbar. Darüber hinaus sollten beim Bau möglichst keine Erden, stattdessen viel Substrate verwendet werden. Eine ausgewogene Pflanzenauswahl ist ebenso hilfreich. Und mithilfe von Pumpen bewegtes, gefiltertes Wasser ist qualitativ immer besser als ein stehendes Gewässer. Aber selbst wenn alle Voraussetzungen eines gut geplanten Teiches realisiert worden sind, werden Algen immer das Wasser bevölkern – mal mehr, mal weniger.

Beratung vom Schwimmteichprofi

Hilfe bei Algen im Teich bieten Teichpflege-Spezialisten mit ihren Produktempfehlungen. Die Erfahrenen unter ihnen sehen den Teich als Ganzes, von der Ursache bis zum aktuellen Erscheinungsbild. Erfolgreiche Teichpflegeprodukte helfen durch naturbelassene Mikroorganismen und schützen die Oberflächen im Teich vor Korrosion. Sie werden beispielsweise als Pulvergranulat in einem Spezialgewebebeutel im Wasser eingesetzt und verhindern dadurch Algenneubildung. Eine solche Wirkung hat deutliche Indizien und Vorteile, so dass die Lebensdauer von Teichfolien, Pumpen und Schläuchen verlängert wird.

Für die gezielte Bekämpfung von Fadenalgennestern in Bachläufen und Flachwasserzonen des Teiches ist es ratsam, auf Qualitätsprodukte zu setzen, die eingestreut werden. Durch die einfache Anwendung mit der Streudose werden speziell Fadenalgen bekämpft. Aber auch bei anderen Gewässerproblemen sind Produkte von Weitz-Wasserwelt hilfreich. Denn das Motto lautet: "Weitz-Wasserwelt – hilft dem Wasser, sich selbst zu helfen."

Für die präventive und regulierende Zugabe von Teichpflegeprodukten im Teich haben die Experten der Weitz-Wasserwelt viele hochqualitative Produkte entwickelt. Mit "ALGENKILLER Protect" und "UNIPOND Brilliant" bietet der Wasserspezialist zwei hochqualitative, praktische und funktionelle Produkte für alle Schwimmteiche und Naturpools an und fördert dabei die wichtigen biologischen Prozesse in dem Gewässer. Darüber hinaus wird die Selbstreinigungskraft aktiviert, die Bakterientätigkeit gefördert, die Wasserqualität stabilisiert und die Gesunderhaltung seiner tierischen und pflanzlichen Bewohner unterstützt.

Algenarten in Schwimmteich und Naturpool

  • Schwebealgen: Als Schwebealgen oder Algenblüte (gelegentlich auch Wasserblüte) bezeichnet man eine plötzliche, massenhafte Vermehrung von Algen oder Cyanobakterien in einem Gewässer. Durch die Algenblüte färbt sich die Wasseroberfläche grün, das Wasser wird trüb und "wolkig". Ursache ist meist eine Überdüngung des Gewässers mit Phosphat. Im engeren Sinn spricht man von Algenblüten bei der Massenentwicklung jeweils einer einzelnen Algenart, die sich durch ihre Fähigkeit auszeichnet, sich unmittelbar an oder unter der Wasseroberfläche anzusammeln. Bei Algenblüten wird das Licht bereits an der Oberfläche stark geschwächt, so dass nur noch bis zu geringen Tiefen ausreichend Licht für die Photosynthese vorhanden ist. Darunter wird sowohl durch die absinkenden Algen als auch durch die vermehrt wachsenden Konsumenten Sauerstoff verbraucht. Weiterhin produzieren die Algen häufig toxische Substanzen, die für Lebewesen im See und auch Badende gefährlich sein können (zum Beispiel Microcystine).
  • Fadenalgen: Fadenalgen sind ein weit verbreitetes "Übel" in vielen Teichen, Badeseen und anderen Gewässern. Die mit freiem Auge sichtbaren Büschel, Watten oder Matten bestehen aus verzweigten oder unverzweigten Algenfäden. In Schwimmteichen sind häufig fädige Jochalgen oder Grünalgen in seltenen Fällen fädige Kieselalgen oder Cyanobakterien (Blaualgen) zu beobachten. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Fadenalgen nicht in jedem Fall ein Hinweis auf eine Überdüngung. Vor allem fädige Algen gedeihen bei starker Sonneneinstrahlung auch in ausgesprochen nährstoffarmen Gewässern. Die Algen können verschiedensten Gruppen angehören.
  • Jochalgen: Jochalgen gibt es in über 2.000 Arten. Es ist eine überwiegend im Süßwasser verbreitete Familie der Grünalgen. Zu den Jochalgen gehören die Mesotaeniales, Desmidiales und Zygnemales (z. B. Spirogyra). Die Vertreter bilden unverzweigte Fäden von einer Zellreihe, die leicht in Einzelzellen zerfallen. Die Zellen haben einen Durchmesser von 4 bis 20 Mikrometer und sind bis 500 Mikrometer lang. Die Zellen sind stabförmig und haben einen kreisförmigen Querschnitt. Die Zellen haben keine zentrale Einschnürung. Der Zellkern sitzt in der Mitte. Sie haben einen, zwei oder mehrere Chloroplasten, die plattenförmig sind und axial stehen. Die Chloroplasten haben teilweise Längsleisten und tragen mehrere auffällige Pyrenoide. An den Zellwänden befinden sich Poren, die Wände sind häufig stachelig und teilweise aus Zylinder-Ringen zusammengesetzt. Die ungeschlechtliche Fortpflanzung erfolgt durch Zweiteilung, Zerbrechen des Faden oder durch Umwandlung von Fadenzellen in dickwandige Aplanosporen. Die geschlechtliche Fortpflanzung erfolgt durch die für die Schmuckalgen charakteristische Konjugation. Die Zygote ist kugelig und verbleibt im Konjugationskanal.
  • Kugelalgen: Kugelalgen auch Teichpflaumen genannt, sind eine weitverbreitete Algenform und kommen größtenteils an Seen und Teichen freischwimmend oder auf Uferschlamm vor. Kugelalgen sind eine im Süßwasser lebende Art der Cyanobakterien, bzw. Cyanophyta ("Blaualgen"), die auffällige Kolonien in Form von gallertartigen Kugeln bilden. Diese erinnern in Aussehen und äußerer Konsistenz etwas an eine Frucht, beispielsweise eine Weintraube oder eine kleine Pflaume. Nostoc-Arten bestehen aus langen, unverzweigten, flexiblen Fäden oder Zellschnüren. Kugelalgen wachsen eher in Teichen, die eine erhöhte Nitrat- und Phosphatkonzentration aufweisen. Bei Entfernung darauf achten, die Kugelalgen ohne dass sie zerplatzen zu entfernen. Sonst gelangen viele der Sporen ins Wasser, was zu einer erneuten Bildung von Kolonien führt. Am besten ist es diese möglichst mit Stumpfen Gegenständen abzuhebeln oder über Fische zu entfernen.
    Quelle: Wikipedia

In der folgenden Bildergalerie können Sie die beschriebenen Algenarten genauer sehen

Text: Sven J. Griebert, Fotos: Weitz-Wasserwelt, Joachim Scheible

 

So sehen Blaualgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Blaualgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Fadenalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Jochalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Jochalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Jochalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Jochalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Kugelalgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Schwebealgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt
So sehen Schwebealgen aus. Foto: Weitz-Wasserwelt

Sven J. Griebert. Foto: Joachim Scheible

Sven J. Griebert, gebürtig in Berlin, ist Betriebswirt des Handwerks und seit sechs Jahren Mitglied der Geschäftsleitung der Weitz-Wasserwelt. Das Unternehmen ist für die Pflege von biologischen Badegewässern spezialisiert.

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