Praxistipp: Teichpflege im Herbst

Ein Swimming-Teich im Herbst. Foto: Daltrup/swimming-teich.com

Der Herbst ist auch für Teich- oder Naturpool-Besitzer eine wundervolle Jahreszeit: Der Badeplatz im Garten zeigt sich umrahmt von vollen herbstlichen Farben und die spätsommerliche Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Aber trotz aller Schönheit, die ein sonniger Herbst bietet, muss an die notwendigen Servicearbeiten gedacht werden. Der Systemanbieter Biotop aus Österreich hat dafür eine neue Herbstbroschüre gestaltet, die alle Arbeiten auflistet und beschreibt.

Pflanzenrückschnitt und Teichservice sind die wichtigsten Elemente der Pflege. Der Pflanzenrückschnitt sorgt für üppigen Wuchs im nächsten Frühjahr Der richtige Zeitpunkt für diese Maßnahme variiert je nach Pflanzenart. So sollten Unterwasserpflanzen immer schon im Hochsommer gestutzt werden.

Der Rückschnitt der Sumpfpflanzen erfolgt jedoch jetzt im Herbst. Die Schnitte lassen sich am besten mithilfe einer sehr gut geschärften Wasserpflanzensense etwa zwanzig Zentimeter über dem Teichboden durchführen. Kurze schnelle Bewegungen verhindern, dass die Unterwasserpflanzen, die nur zarte Wurzeln bilden, gänzlich ausgerissen werden. Wasserpflanzen, die den Winter über aufrecht und standfest sind, können als Winterschmuck stehen bleiben. Besonders Röhrichtpflanzen bieten Insekten ein Winterquartier und erhöhen mit ihren hohlen Halmen den Gasaustausch unter einer Eisdecke.

Mit Kescher und Laubschutznetz arbeiten

Der Swimming-Teich im Herbst. Foto: Daltrup/swimming-teich.com
Grundsätzlich sollten abgestorbene Blüten, Früchte und Äste, die in den Teich fallen, das ganze Jahr über mit Hilfe eines Keschers abgefischt werden. Das an der Wasseroberfläche liegende Pflanzenmaterial erhöht punktuell die Wassertemperatur und kleine Algenpolster sind die Folge. Deshalb ist es im Herbst auch sinnvoll, ein Laubschutznetz über dem Teich  anzubringen, bis die Bäume komplett entlaubt sind.

Alle drei bis fünf Jahre sollte beim Schwimmteich allerdings ein „großer Service“ von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Regenerationszone gelegt. Biologische Abbauprozesse führen im Laufe der Jahre zur Anreicherung einer Sedimentschicht. Um zu verhindern, dass sauerstoffarme Bereiche entstehen, ist es erforderlich, diese Schlammschicht abzusaugen, abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen und den Bereich mit Teich- oder Frischwasser zu spülen. Das abgepumpte Wasser kann aufgrund des Nährstoffgehaltes als Dünger für den Garten verwendet werden.

Naturpools müssen nicht entleert werden

Der Swimming-Teioch im Herbst. Foto: Daltrup/swimming-teich.com

Der große Vorteil eines Naturpools ist der Wegfall der Entleerung über den Winter. Darüber hinaus wird auch die Technik nicht ausgebaut. Das spart große Wassermengen und bietet zudem einen bisher nicht gekannten Komfort, da die Einwinterung des Pools nicht viel länger als eine halbe Stunde dauert. Dazu gehört das Entfernen der Leiter die Rückspülung des Filters. Die Entfernung der Skimmerklappe, das Anbinden von Eisdruckpolstern und die Lagerung des Bogensiebs über den Winter.

Ob die Pflege nun vom Fachbetrieb durchgeführt wird oder einfache Arbeiten selbst erledigt werden, das Gestaltungselement Wasser bleibt bei einer natürlichen Badeanlage immer ein Teil des Gartens und spiegelt alle Jahreszeiten wider.

Infos: Biotop Landschaftsgestaltung
Bilder: Daltrup/swimming-teich.com

Weitere Informationen von und über Biotop:

www.swimming-teich.com

www.living-pool.eu

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