Heiße Tage am eigenen See

Baden in biologisch aufbereitetem Wasser, zu Hause im eigenen Garten: Diesen nachvollziehbaren Wunsch erfüllte sich eine Familie vor den Toren Münchens mit einem geradlinigen, technisch gebauten Naturpool.

Der mitteleuropäische Frühsommer im Jahr 2014 erinnert stark an einen Hochsommer in Südeuropa: Temperaturen um 30 Grad Celsius, tagelang praller Sonnenschein und kaum ein Wölkchen am Himmel. „Was für ein Glück“, mag sich da denken, wer einen Pool im eigenen Garten hat. Wie zum Beispiel die vierköpfige Familie vor den Toren Münchens, die seit einem Jahr einen Naturpool ihr Eigen nennt. „Meine Frau und ich sind beide beruflich stark eingespannt und freuen uns, wenn wir nach einem anstrengenden Arbeitstag ins frische Nass springen und dazu nicht ins Freibad fahren müssen“, erzählt der Hausherr. Nicht weniger happy sind die Kinder über die neue Attraktion des Elternhauses, die sie heuer erstmals ein komplettes Jahr genießen können.

Hauptgrund für die Anschaffung war der Wunsch, zu Hause quasi „im eigenen See“ baden zu können. Das bedeutet zugleich: baden in biologisch aufbereitetem Wasser! Den Hausherren schwebte dabei jedoch kein klassischer, von Pflanzen bewachsener Schwimmteich vor. In Anlehnung an die Architektur ihres Hauses stellten sie sich vielmehr eine puristische, technisch gesteuerte und vor allem pflegeleichte und energieeffiziente Anlage vor.

Gemeinsam mit der Architektin Monika Wülleitner und dem „Teichmeister“-Betrieb Kolhöfer & Klotz entwarfen die Bauherren deshalb eine Poolanlage mit klarer ­Linienführung in Sichtbetonoptik. Dabei wurde jede Platte für Filterbecken und Poolrand extra angefertigt.

Die rechteckige Form des Pools wurde auch von der Vorgabe einer solarbetriebenen Rollladenabdeckung bestimmt. Zusammen mit einer an den Heizkreislauf des Hauses angeschlossenen Poolwassererwärmung sorgt sie für die gewünschte Energieeffizienz der Anlage. Ein weiteres wesentliches Kriterium: die Pflegeleichtigkeit. Das installierte System verlangt von den Nutzern lediglich, den Filter zweimal im Jahr rückzuspülen, das Skimmersieb hin und wieder sauberzumachen und einmal pro Woche den Reinigungsroboter ins Wasser zu lassen. „So können wir“, sagt der Eigentümer, „die Sommertage ganz entspannt an unserem kleinen See verbringen und es uns abends in der Sitzecke nebenan gemütlich machen.“

Daten & Technik

Baujahr: 2012/2013
Schwimmbereich: 30 m2 , (10 x 3 m + 1 m für Rollladenschacht)
Regenerationszone: 40 m2, Filter 20 m2
Wassertiefe Schwimmzone: 1,70 m
Wassertiefe Regenerationszone: 0,40 m
Wasservolumen: ca. 60 m3
Technik & Ausstattung: Becken aus verputzten Betonschalsteinen, Abdichtung: grüne Folie mit Oberflächenversiegelung, www.balena-gmbh.de, Filterpumpe Marke „Intelliflo“, 24 Std. 365 Tage, ca. 115 Watt, www.pentairpooleurope.com, Skimmerpumpe Marke „Kripsol“, 1,5 Std. pro Tag an ca. 200 Tagen, 400 Watt Leistung, www.kripsol.com/de. Rollladenabdeckung „Pool Cap“, www.poolcap.de 
Gestaltung: Granittreppe. Jedes Betonteil des Filterbeckens wurde in Sonderanfertigung hergestellt.
Wasseraufbereitung:  Biologische Wasseraufbereitung nach dem „Teichmeister“-System. Ansaugung in einer Skimmerbucht unter dem Holzdeck, Filter wird von unten durchströmt und über Wasserfall, bzw. mechanisch umschaltbar auf Verrohrung, ins Becken zurückgeführt, www.balena-gmbh.de

Diese Reportage erschien in der naturpools-Ausgabe 2/2014 (hier bestellen!)

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